Nachdem ich mir keinen neuen Raspberry Pi kaufen wollte, und noch einen ungenutzten Raspberry 2 Model B herumliegen hatte, wollte ich die Software in meinem Fall so Schlank wie möglich halten, um das etwas ältere System nicht zu überfordern. Ich werde euch in diesem Beitrag aber auch noch andere Möglichkeiten, welche den neuen Raspberry Pi 3 Model B+ erfordern vorstellen. Außerdem gibt es auch noch die Möglichkeit ein altes Android Gerät als Grundlage für den Magic Mirror zu nutzen. Dazu auch später noch mehr. Jetzt aber erst ein mal zu meiner Installation.

1. Meine Software

Ich habe mich dazu entschieden, Raspbian mit Grafischer Oberfläche und empfohlener Software zu verwenden. Den Download der Software Findet Ihr auf https://www.raspberrypi.org/downloads/raspbian/ um die Software nun auf euren Raspberry zu bringen, verwendet ihr am besten das in der Raspbian Installations Doku empfohlene Tool Etcher von balena, welches für alle Plattformen verfügbar und denkbar einfach in der Bedienung ist. Um das Heruntergeladene Image auf eine SD Karte zu bringen, wählt ihr in Etcher einfach das Zip-File aus, als nächstes die SD Karte und beginnt dann den Flash Vorgang.
Die so geflashte SD Karte schiebt ihr einfach in euren Raspberry, startet das System und wartet ein bisschen, bis sich das System vollständig installiert hat. Beim ersten Hochfahren des Systems werden außerdem noch ein paar Abfragen über Sprache, Tastatur usw. durchgeführt und sofort nach den neuesten Updates gesucht. Dies kann ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen.

Das einzige was nun auf dem Raspberry für den Spiegel noch eingestellt werden musste, ist, das die Bildausgabe des Raspberry dauerhaft aktiviert bleibt. Hierfür öffnet ihr in der Konsole des Raspberry:

sudo nano /etc/xdg/lxsession/LXDE-pi/autostart

und ergänzt am ende der Datei einfach diese 3 Zeilen:

@xset s noblank
@xset s off
@xset -dpms

Anschießend mit STRG + X beenden und Speichern. Nun sollte sich die Bildausgabe nicht mehr deaktivieren. Somit könnt ihr den Fernseher einfach über den Broadlink RM Mini3 (Beitrag vom 10.03.2019) ein und ausschalten, und sofort wird euch der Bildschirminhalt des Raspberry angezeigt.

Da ich von Anfang an FHEM Nutzer bin, und hier auch für mein Steuerungstablet das FHEM Tablet UI nutze, stand für mich fest, das ich dies als Ausgabe für meinen Magic Mirror nutzen werde, da ich somit auch interne Daten meiner Haussteuerung, wie z.B. die Temperaturen einzelner Räume, einfach und schnell auf meinem Spiegel visualisiert bekomme. Hier kann aber auch jede andere Visualisierung von anderen Haussteuerungssystemen genutzt werden die ihr entweder über eine HTML Seite oder Linux fähige Software anzeigen könnt. Wichtig ist hier nur, weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund zu haben, da bei einem hellen Hintergrund der Spiegel nicht mehr als solcher nutzbar ist.

2. Softwar Magic Mirror²

Wer nun keine eigene Haussteuerung betreibt, und sich auch nicht mit der Programmierung einer eigenen HTML Seite für die Visualisierung seiner Informationen auseinandersetzten möche, der hat die Möglichkeit die Software Magic Mirror² zu nutzen. Hierzu führt man einfach in der Konsole von Raspbian folgenden Befehl aus:

bash -c "$(curl -sL https://raw.githubusercontent.com/MichMich/MagicMirror/master/installers/raspberry.sh)"

Da ich die Software nicht nutze kann ich nicht genau sagen, wie groß hier der Konfigurationsaufwand ist, allerdings lässt sich hier lt. dem Projekt alles sehr einfach und modular über ein einzelnes Konfig File konfigurieren. Hier werden einfach alle Module die man benötigt mit der gewünschten Position eingetragen. Weitere Infos erhaltet ihr auf jeden Fall im Magic Mirror² Forum.

3. Android Software

Wenn ihr im Play Store nach “Magic Mirror” oder “Smart Mirror” sucht, bekommt ihr eine Vielzahl an Apps, welche euch die Darstellung von Informationen in einem Smart Mirror ermöglichen. Ein weiterer Vorteil davon, ein Tablet für einen Smart Mirror zu nutzen ist, dass wenn ihr die Spiegelfolie direkt auf das Tablet klebt, ihr sogar weiterhin die Touchbedienung des Tablets nutzen könnt, somit habt ihr einen Smart Mirrror mit Touchbedienung. Noch dazu ist es auch super einfach, ein altes Tablet mit Spiegelfolie zu beziehen und einen Rahmen dafür zu bauen, um es wie einen kleinen Spiegel aussehen zu lassen, dieser kann dann wahlweise aufgehängt oder sogar aufgestellt werden.

Teil 3 was ist geplant?

Da ich leider aufgrund von Krankheit diese Woche nicht wirklich dazugekommen bin mit der Erweiterung meiner Software anzufangen, kann ich noch nicht genau sagen, was alles von meinen Plänen wirklich umgesetzt werden kann. Hier an dieser Stelle ist mir aber auch eure Meinung Wichtig. Wollt ihr noch einen dritten Teil, und wenn ja, was würde euch genau interessieren? Bitte hinterlasst mir hier oder auf Facebook einen Kommentar und vergesst nicht meine Seite zu liken, um keinen Beitrag mehr zu verpassen.

Ich habe noch folgendes Geplant:

  • Befüllung des Digitalen Notizzettels per Alexa Sprachbefehl
  • Öffnen anderer Ansichten, wie Nachrichten, Wetter in groß, Termine in groß über Alexa Sprachbefehl

Zu beiden punkten habe ich zwar schon mögliche Ansatzpunkte, bei welchen ich mir aber nicht im Geringsten sicher bin ob sie so wirklich umsetzbar sind. Sollte hier jemand von euch konkrete Informationen haben, wie sich das ganze in meinem Fall umsetzten lässt, dann könnt ihr mir gerne eine PN bei Facebook schicke.

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Thomas Wiesner

Mein Name ist Thomas, ich bin 37 Jahre Alt und interessiere mich seit ca. 30 Jahren aktiv für alles was mit IT und Technologie zu tun hat. Schon als siebenjähriger habe ich angefangen in Q-Basic zu Programmieren, und diese Leidenschaft führt sich bis Heute mit etlichen Technologien fort. Hauptberuflich arbeite ich als IT System Engineer in einem großen Deutschen IT Unternehmen. Hier in diesem Blog möchte ich euch meine Erfahrungen mit dem Thema Haus- und Sprachsteuerung nahebringen und euch somit etwas Hilfestellung geben.
Thomas Wiesner

2 Kommentare

  1. Hallo, erstmal tolle und gut erklärte Artikel, mit denen du bestimmt nicht nur mir Lust auf so ein Projekt machst.

    Ich würde gerne noch eine blaue Led Leiste integrieren, damit man sieht, wenn man mit ihr spricht.Wie sieht es mit einem Bewegungsmelder aus, der direkt über den Raspberry läuft, da bräuchte ich ja kein Broadlink usw, oder liege ich hier falsch? Wie sieht es mit einem Lautsprecher aus, ist es möglich, Alexa voll und ganz auf dem Spiegel zu installieren? Ich habe noch einen anderen Bericht gelesen, wo ein Display mit dem dazugehörigen Tv Controller genutzt wird, so wird Der Spiegel recht flach, aber er wäre noch genug Platz, ganz viele tolle Sachen dort unter zu bekommen…

    Danke und Grüße

    1. Hallo Björn,

      schau dir mal folgendes Projekt an: https://tutorials-raspberrypi.de/raspberry-pi-amazon-alexa-deutsch-installieren/ dort findest du eine Anleitung wie man Alexa auf dem Raspberry installiert. Soweit ich weis kann man hier auch über die GPIOs einen blauen LED Stripe ansteuern. Allerdings bekommst du mit Alexa auf dem Raspberry leider nicht den vollen Funktionsumfang von Alexa. Auch die Ansteuerung über einen Bewegungsmelder direkt am Raspberry ist natürlich möglich. Im ersten teil meines Projektes (https://www.steuerdeinleben.de/mirror/) siehst du ja auch, dass ich den TV Controller unterhalb des Displays verbaut habe und somit auf eine Gesamtstärke von nur 9 cm komme. Ob man hier den originalen Controller oder einen zugekauften Displaycontoller verwendet macht IMHO bei der Stärke des Spiegels keinen großen unterschied, hier ist eher die Dicke des Displays ausschlaggebend.

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