Wer meinen Blog und YouTube Kanal verfolgt, weiß, dass ich bei Bewegungsmeldern lange skeptisch war. Der Grund? Meine Katzen! Die Vierbeiner lösen herkömmliche PIR-Sensoren ständig aus, was Automationen in einer Wohnung mit Tieren oft zum Albtraum macht. Erst seit kurzem bin ich – in ausgewählten Räumen, zu denen die Katzen keinen Zutritt haben – auf den Geschmack von Präsenzmeldern gekommen. Nach dem FP2 habe ich mir nun den Aqara FP300 angeschaut, um zu sehen, wie er sich in mein System einfügt.
Technische Daten im Detail
Der FP300 ist ein kompakter mmWave-Sensor, der deutlich dezenter wirkt als viele Konkurrenzprodukte. Hier die harten Fakten:
- Technologie: Millimeterwellen-Radar (mmWave) für feinste Präsenzerkennung
- Protokoll: ZigBee 3.0 (perfekt für die lokale Einbindung)
- Zusatzsensoren: Integrierte Messung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Umgebungslicht
- Erfassung: Erkennt kleinste Bewegungen (sogar Atembewegungen)
- Stromversorgung: 2 CR2450-Zellen
- Besonderheit: Im Gegensatz zum großen Bruder FP2 verzichtet der FP300 auf die komplexe Zonenauswahl, was ihn für einfache Präsenzerkennung in einzelnen Räumen prädestiniert.
Einbindung: ZigBee & Home Assistant
Wie bei mir üblich, kommt keine herkömmliche Bridge zum Einsatz. Der FP300 funkt direkt über ZigBee2MQTT an meinen SLZB-06 Adapter in Home Assistant. Dass Aqara hier auf ZigBee setzt, ist für mich ein riesiger Pluspunkt, da die Integration gewohnt stabil läuft.
Wer neu beim Thema ZigBee2MQTT oder dem SLZB-06 ist, sollte sich unbedingt mein Video dazu ansehen: SLZB-06: Der beste Zigbee Coordinator für Home Assistant & Zigbee2MQTT. Die Einrichtung des FP300 war damit in Sekunden erledigt und alle Entitäten für Präsenz, Temperatur und Helligkeit standen sofort zur Verfügung.
Meine Meinung zum Sensor
Man muss wissen, was man kauft: Wer eine detaillierte Raumkarte mit 30 Zonen sucht, ist beim FP300 falsch. Wer aber einen zuverlässigen Sensor sucht, der im Gegensatz zum klassischen Bewegungsmelder erkennt, dass man noch im Raum ist (auch wenn man regungslos auf dem Stuhl sitzt), der wird hier fündig.
Besonders in Räumen, die katzenfreie Zone sind, ist die Präzision des mmWave-Radars ein echter Segen für die Lichtsteuerung. In meinem Video, das ich vor ein paar Wochen dazu veröffentlicht habe, gehe ich noch tiefer ins Detail, wie der Sensor im Vergleich abschneidet:
Fazit
Der Aqara FP300 ist ein grundsolider Sensor für alle, die eine präzise Präsenzerkennung suchen, ohne die Komplexität (und den Preis) eines FP2 zu benötigen. Dank ZigBee ist er ein Traum für jeden Home Assistant Nutzer. Wenn ihr katzenfreie Räume habt und die Automationen dort endlich perfektionieren wollt, ist der FP300 einen Blick wert.
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