Nachdem ich euch vor einiger Zeit bereits den klassischen Shelly 3EM vorgestellt habe, ist es an der Zeit für ein Update aus meiner neuen Wohnung. Hier habe ich seit rund einem Jahr den Shelly Pro 3EM im Einsatz.

Warum der Wechsel auf die Pro-Serie? Wer mich kennt, weiß, dass ich gerade bei kritischer Infrastruktur im Sicherungskasten auf maximale Stabilität setze. Ob sich das Upgrade gelohnt hat und wie sich der „Pro“ im Langzeittest schlägt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Was ist neu? Die technischen Daten im Detail

Die Pro-Serie von Shelly wurde speziell für die Hutschienen-Montage im Verteilerkasten entwickelt und bietet einige entscheidende Vorteile gegenüber der Standard-Version. Hier die wichtigsten Specs:

  • Messung: 3 unabhängige Phasen mit bis zu 120 A pro Phase (über mitgelieferte Stromwandler).
  • Genauigkeit: Klasse B (IEC 62053-21) – das bedeutet eine Messgenauigkeit von ca. 1%.
  • Konnektivität: LAN (RJ45), Wi-Fi und Bluetooth.
  • Sicherheit: Überhitzungs- und Überlastschutz sowie ein Gehäuse aus flammhemmendem Material.
  • Speicher: Interner Datenspeicher für bis zu 60 Tage (bei 1-Minuten-Intervallen), falls die Verbindung mal abbricht.
  • Protokolle: Unterstützt Scripting (mjS), Webhooks, MQTT und WebSocket.

Integration in Home Assistant

Die Einbindung in Home Assistant ist bei Shelly-Geräten ja quasi ein Heimspiel. Der Pro 3EM wird über die native Integration sofort erkannt. Besonders wertvoll ist für mich das Energy Dashboard. Dort liefert der Shelly präzise Echtzeitdaten über den aktuellen Hausverbrauch, aber auch über die Einspeisung (falls ihr ein Balkonkraftwerk nutzt).

In meinem Video zeige ich euch Schritt für Schritt, wie ihr den Shelly Pro 3EM in Home Assistant einbindet und die Werte der Daten korrekt saldiert:

Der entscheidende Vorteil: Zendure-Integration & Stabilität

Ein wesentlicher Grund, warum ich mich für die Pro-Variante entschieden habe, ist die lokale Kommunikation mit dem Zendure SolarFlow System. Während der normale Shelly 3EM hier oft an seine Grenzen stößt, kann der Shelly Pro 3EM eine direkte lokale Verbindung mit Zendure eingehen. Das ist ein absoluter Gamechanger für die Nulleinspeisung: Die Daten werden ohne Umweg über die Cloud übertragen, was die Steuerung deutlich schneller und zuverlässiger macht.

Zusätzlich ist der integrierte LAN-Anschluss ein riesiger Pluspunkt. In einem metallischen Sicherungskasten ist WLAN oft instabil – mit dem Netzwerkkabel direkt am Shelly gehören Verbindungsabbrüche der Vergangenheit an.

Mein Fazit nach 12 Monaten

Nach einem Jahr im Dauereinsatz in der neuen Wohnung kann ich sagen: Der Shelly Pro 3EM ist jeden Cent wert. Die Messwerte sind extrem präzise und decken sich fast eins zu eins mit meinem offiziellen Stromzähler.

Wer lediglich ein paar Steckdosen überwachen will, kommt mit kleineren Lösungen aus. Wer aber sein gesamtes Haus smart und professionell überwachen will – und Wert auf eine kabelgebundene LAN-Verbindung legt – kommt am Pro 3EM nicht vorbei. Es ist das „Sorglos-Paket“ für die Energieüberwachung.

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Thomas Wiesner

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